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Montag, 04. Juli 2011


Bei Hitze nicht überanstrengen
Sport bei sommerlichen Temperaturen

Sechs von zehn Sportlern trainieren am liebsten draußen in der Natur, auch bei hochsommerlichen Temperaturen. Das zeigt eine Umfrage der Techniker Krankenkasse (TK). Bei schönem Wetter macht Outdoor-Sport eben am meisten Spaß. Die Sonne kurbelt den Kreislauf an und fördert die Produktion des Glückshormons Serotonin. Bei starker Hitze und hohen Ozonwerten ist der Organismus aber auch gefährdet. Zittern, Schwäche, Übelkeit oder Gänsehaut sind ernste Warnzeichen. Um ungefährdet Sport treiben zu können, müssen ein paar einfache Regeln beachtet werden, sagt der TK-Sportwissenschaftler Uwe-Folker Haase.

Trainingspuls im Blick behalten

Herz und Kreislauf sind bei hohen Temperaturen mit der Abkühlung des Körpers beschäftigt und haben weniger Energie für sportliche Spitzenleistungen. "Weil das Herz bei Hitze schneller schlägt, ist es gerade im Sommer wichtig, den Trainingspuls im Auge zu behalten. Er sollte nicht höher sein als an kühlen Tagen", sagt Haase. Dafür sollte man das Pensum etwas reduzieren, Pausen einlegen oder das Training auf die kühlen Morgenstunden verlegen, wenn die Luft noch klar ist und die Ozonwerte niedrig sind.

Angemessene Kleidung tragen

Atmungsaktive Funktionsshirts und -hosen leiten den Schweiß ab und lassen gleichzeitig Frischluft an die Haut. Dabei gilt: Je mehr Haut ein Sportler zeigt, desto mehr profitiert er von der Verdunstungskälte. "Körperstellen, die der Sonne ausgesetzt sind, wie Nase, Arme oder Waden, sollte man mit einem schweißfesten Sonnenschutzmittel eincremen", rät der Sportexperte. Außerdem dürfen Sonnenbrille und Kopfbedeckung nicht fehlen.

Flüssigkeitsverluste ausgleichen

Bei Hitze verlieren Sportler bis zu zwei Liter Flüssigkeit pro Stunde. Ist der Wasserverlust zu groß, drohen Krämpfe und schlimmstenfalls sogar ein Hitzschlag. "Grundsätzlich gilt: Wenn das Durstgefühl einsetzt, ist es bereits zu spät. Schon ein Wasserverlust von zwei Prozent des Körpergewichts reduziert die Leistungsfähigkeit deutlich, das Blut wird dicker und fließt langsamer. Dann muss das Herz stärker pumpen und der Puls steigt", erklärt Haase. Deshalb sollte man vor dem Training mindestens einen Viertelliter, währenddessen immer wieder einen Schluck und auch nach dem Sport noch einmal eine größere Menge trinken. Als ideale Durstlöscher empfiehlt er Wasser oder Apfelsaftschorle.

Quelle: Apotheken.de - 
Von: Susanne Kemmer; Bild: Dana Heinemann/Fotolia
 
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