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Montag, 03. Januar 2011 |

Bei Kindern auf die Dosis achten
Eltern dosieren Arzneisäfte häufig falsch
Eltern sollten sich schon beim Kauf in der Apotheke zeigen lassen, wie sie Arzneisäfte für ihre Kinder richtig dosieren. Beim Abmessen von Flüssigkeiten kommt es sonst häufig zu unbeabsichtigten Fehldosierungen wie eine US-amerikanische Studie aktuell zeigt.
Jede vierte Dosis daneben
Die Forscher von der New York University School of Medicine und anderen Universitäten untersuchten wie 300 Mütter und Väter fünf Milliliter eines Saftes mit verschiedenen Dosierhilfen abmessen. Besonders ungenau war das Abmessen mit Dosierbechern: Jede vierte Dosis überschritt die gewünschte Menge um mehr als 40 Prozent. Am besten schnitten die Eltern ab, wenn sie Tropfer und Spritzen ohne Adapter verwendeten.
„Kinder brauchen oft nur sehr kleine Mengen eines Arzneisaftes. Gerade diese wenigen Milliliter lassen sich aber nur schwer abmessen“, sagt Friedemann Schmidt von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Die richtige Dosis ist jedoch sehr wichtig, besonders bei Arzneisäften mit stark wirksamen Substanzen. Sowohl Unter- als auch Überdosierungen können den kleinen Patienten schaden. So drohen etwa bei Unterdosierung eines Antibiotikasaftes Resistenzen der Bakterien, sodass das Arzneimittel gar nicht mehr wirkt. Mit einer Überdosierung steigt das Risiko für Nebenwirkungen.
Dosierhilfen richtig anwenden
Die korrekte Dosierung wird durch Dosierhilfen erleichtert. Vielen Arzneisäften liegen Messgefäße oder -löffel bei. Einige dieser Messlöffel sollten geneigt werden, damit die korrekte Dosis abgelesen werden kann. Außerdem gibt es in der Apotheke spezielle Dosierspritzen. Zur Anwendung aller Dosierhilfen berät das Fachpersonal in der Apotheke. Arzneisäfte sollten grundsätzlich nicht mit Tee- oder Esslöffeln abgemessen werden, da diese je nach Besteckfabrikat unterschiedlich groß sind. (apotheken.de berichtete) Die Angabe einer Dosis in Haushaltslöffeln dient nur dazu, das Volumen zu veranschaulichen: So bedeutet „ein Teelöffel“ 5 Milliliter, „ein Esslöffel“ 15 Milliliter. Die Dosis sollten Eltern aber immer mit einer geeigneten Dosierhilfe abmessen.
Quelle: Apotheken.de - Von: Stefanie Grutsch; Bild: Wavebreakmedia Micro/Bigstock |
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