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Montag, 30. Mai 2011 |

Lebensmittelhygiene im Sommer
Lebensmittelvergiftungen in der heißen Jahreszeit vermeiden
Die sommerlichen Temperaturen gefallen nicht nur uns, sondern auch vielen Krankheitserregern. Nach Angaben der DAK müssen im Sommer etwa doppelt so viele Menschen mit einer Lebensmittelvergiftung ins Krankenhaus wie im Winter. Vor allem Salmonellen, Staphylokokken und Campylobacter verursachen Erbrechen, Durchfall und Bauchkrämpfe oder Kopfschmerzen und Fieber.
Finger weg von rohen Speisen
„Fleisch, Fisch, Eierspeisen und Milchprodukte sind optimale Nährböden für Mikroorganismen. Bei höheren Temperaturen und einer hohen Luftfeuchtigkeit vermehren sie sich explosionsartig“, sagt Silke Willms, Ernährungswissenschaftlerin der DAK. Wer solche Lebensmittel falsch lagert, riskiert im Sommer deshalb eine Lebensmittelvergiftung. Nachträgliches Kühlen hilft da nicht mehr, nur Kochen. Alle Speisen, die nicht erhitzt werden, sind deshalb nicht das Richtige für das sommerliche Picknick. „Von Tiramisu, Tatar oder Sushi lässt man an heißen Tagen besser die Finger“, rät Willms. Salmonellen etwa werden erst nach 10-minütigem Kochen bei 75 Grad abgetötet. Dabei ist darauf zu achten, dass die Hitze bis ins Innere der Speisen vordringt – was beispielsweise bei einem blutigen Steak nicht der Fall ist.
Hygiene in der Küche
Auch andere einfache Hygieneregeln mindern die Gefahr einer Lebensmittelvergiftung. An warmen Tagen gehören die Einkäufe schnellstmöglich in den Kühlschrank, in dem es auch nicht wärmer als sieben Grad sein darf. Fleisch und Fisch sollten Köche gut durchbraten und Küchengeräte und Hände nach jedem Arbeitsgang gründlich reinigen. Sonst verteilen sich die Keime in der Küche und auf andere Lebensmittel. Auch Spül- und Geschirrtücher, Schwämme und Bürsten sind Tummelplätze für Mikroorganismen. Daher gilt: Die Tücher häufig wechseln und bei 60 Grad waschen und Schwämme und Bürsten gut ausspülen und trocknen lassen.
Mit Kindern zum Arzt
Wen Übelkeit und Durchfall dennoch erwischen, der sollte vor allem viel trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen – auch wenn einem nicht danach ist. Willms empfiehlt, immer wieder kleine Schlucke Fenchel- oder Kamillentee zu trinken, das beruhigt die Magen- und Darmschleimhaut. Den Tee sollten Patienten leicht süßen (20 Gramm Zucker auf einen Liter) und eine Prise Salz dazugeben, um die verlorenen Mineralstoffe zu ersetzen. Kleine Kinder trocknen bei Durchfall und Erbrechen besonders schnell aus, mit ihnen sollten Eltern deshalb gleich zum Arzt gehen.
Quelle: Redaktion apotheken.de - Bild: Albert Schleich/Fotolia |
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