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Mittwoch, 12. März 2008

Risiken bei Männern besonders groß

 

Frühzeitige Vorsorge kann Leben retten


Männer haben ein um 50 Prozent höheres Risiko als Frauen, an Darmkrebs zu er-kranken. Die Rate der Darmkrebs- und Rektumkrebsdiagnosen ist in der Hauptziel-gruppe der 55-65-jährigen bei Männern fast doppelt so hoch wie bei Frauen. Das Risiko, daran zu sterben, ist für Männer ebenfalls deutlich größer als für Frauen: 2005 starben in Deutschland über 10.000 Männer unter 80 Jahren an Darmkrebs, in derselben Altersgruppe waren es knapp 7.000 Frauen.

Obwohl sie solch ein deutlich höheres Risiko haben, sind sie die größeren Vorsor-gemuffel: In den ersten drei Jahren, seitdem die präventive Darmspiegelung von den Krankenkassen bezahlt wird, nutzten nur 8,8 Prozent der Männer über 55 Jahren das neue Angebot. Bei den Frauen waren es 10,2 Prozent, zeigt eine Auswertung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.

Grundsätzlich sind Männer schwer zur Gesundheitsvorsorge zu motivieren. Sie ha-ben ein komplett anderes Körperbewusstsein als Frauen, die mit und in ihrem Körper leben. Männer benutzen ihren Körper hingegen. Der bekannte Hirnforscher Ernst Pöppel von der Universität München begründet das so: „Männer empfinden ihren Körper häufig als Werkzeug, als Mittel zum Zweck, das eine gewisse Leistung erbringen muss. Wir sind schnell beleidigt, wenn wir nicht richtig funktionieren, ver-drängen Krankheiten oft“.

Ein Grund mehr, Männer verstärkt zur Vorsorge zu motivieren. Idealerweise über-nimmt diese Rolle die Ehefrau oder Lebensgefährtin des Mannes. Ernst Pöppel zu-folge kann man Menschen besonders gut zur Teilnahme an Vorsorgeuntersuchun-gen motivieren, indem man an den ureigenen Antrieb appelliert, Schmerz zu ver-meiden und Eigenverantwortung zu übernehmen. Ein weiteres Argument betrifft den persönlichen Nutzen, den man von der Vorsorgedarmspiegelung hat, denn sie schenkt uns die Sicherheit, 10 Jahre lang keinen Darmkrebs zu bekommen.

Quelle: www.apotheken.de

 
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