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Montag, 01. November 2010

Kampf gegen Kinderlähmung

Erstmals wieder Poliofälle in Europa

Noch immer erkranken weltweit Kinder an Polio, also an Kinderlähmung. Zwar gibt es einen Impfstoff dagegen, aber nicht alle Länder können ihre Kinder damit versorgen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO versucht daher Polio zu bekämpfen. In Europa galt Polio in den letzten Jahren als ausgerottet, nun aber gab es erstmals seit 1998 wieder Fälle. Darauf macht das Robert-Koch-Institut (RKI) anlässlich des morgigen Welt-Poliotags aufmerksam.

Impfung ist der effektivste Schutz

Die Polioerkrankungen traten in den Regionen Russland, Tadschikistan, Turkmenistan und Kasachstan auf. Von den 475 aktuell gemeldeten Patienten starben insgesamt 19. Alle Regionen, die bis einschließlich an die Grenze zu China reichen, zählen laut der WHO zur Gesundheitsregion Europa. Obwohl Polio im europäischen Raum zugenommen hat, sank die Zahl der weltweit registrierten Infektionen. Innerhalb des letzten Jahres nahmen die Poliofälle von 1.165 auf 717 ab.

Polio ist eine schwere Virusinfektion. Da der Erreger Nervenzellen im Rückenmark befällt, die die Muskulatur kontrollieren, verursacht die Infektion etwa Lähmungen an Armen und Beinen. Ist die Atemwegsmuskulatur davon betroffen, kann das zu Atemstillstand und so zum Tod führen. In Deutschland gibt es seit den 1960er Jahren eine effektive Impfung gegen Polio. Vor allem ältere Kinder und Eltern kennen noch die Schluckimpfung, bei der die Kinder ein mit dem Impfstoff getränktes Zuckerstück „naschen“. Mittlerweile werden in Europa die Kinder aber mit der Spritzimpfung immunisiert, da selbst in Deutschland vereinzelt noch Poliofälle auftraten – das letzte Mal vor 18 Jahren.

Es empfiehlt sich, die Polioimpfung nach der Grundimmunisierung alle zehn Jahre aufzufrischen. Auch Erwachsenen raten Experten dazu. Vor allem bei Reisen in Ländern der Dritten Welt, wo Polio zum Teil noch stark verbreitet ist, lohnt sich die Vorsorge.
27.10.2010 | Von: Dr. nat. med. Anke Kopacek; Bild: iStockphoto

Noch immer erkranken weltweit Kinder an Polio, also an Kinderlähmung. Zwar gibt es einen Impfstoff dagegen, aber nicht alle Länder können ihre Kinder damit versorgen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO versucht daher Polio zu bekämpfen. In Europa galt Polio in den letzten Jahren als ausgerottet, nun aber gab es erstmals seit 1998 wieder Fälle. Darauf macht das Robert-Koch-Institut (RKI) anlässlich des morgigen Welt-Poliotags aufmerksam.

Impfung ist der effektivste Schutz

Die Polioerkrankungen traten in den Regionen Russland, Tadschikistan, Turkmenistan und Kasachstan auf. Von den 475 aktuell gemeldeten Patienten starben insgesamt 19. Alle Regionen, die bis einschließlich an die Grenze zu China reichen, zählen laut der WHO zur Gesundheitsregion Europa. Obwohl Polio im europäischen Raum zugenommen hat, sank die Zahl der weltweit registrierten Infektionen. Innerhalb des letzten Jahres nahmen die Poliofälle von 1.165 auf 717 ab.

Polio ist eine schwere Virusinfektion. Da der Erreger Nervenzellen im Rückenmark befällt, die die Muskulatur kontrollieren, verursacht die Infektion etwa Lähmungen an Armen und Beinen. Ist die Atemwegsmuskulatur davon betroffen, kann das zu Atemstillstand und so zum Tod führen. In Deutschland gibt es seit den 1960er Jahren eine effektive Impfung gegen Polio. Vor allem ältere Kinder und Eltern kennen noch die Schluckimpfung, bei der die Kinder ein mit dem Impfstoff getränktes Zuckerstück „naschen“. Mittlerweile werden in Europa die Kinder aber mit der Spritzimpfung immunisiert, da selbst in Deutschland vereinzelt noch Poliofälle auftraten – das letzte Mal vor 18 Jahren.

Es empfiehlt sich, die Polioimpfung nach der Grundimmunisierung alle zehn Jahre aufzufrischen. Auch Erwachsenen raten Experten dazu. Vor allem bei Reisen in Ländern der Dritten Welt, wo Polio zum Teil noch stark verbreitet ist, lohnt sich die Vorsorge.

Quelle: apotheken.de - Von: Dr. nat. med. Anke Kopacek; Bild: iStockphoto
Letzte Aktualisierung ( Montag, 08. November 2010 )
 
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