
Steißgeburt liegt in der Familie
Manche Kinder wollen sich vor der Geburt einfach nicht in die Kopflage drehen und es kommt zu einer Steißgeburt. Norwegische Mediziner vermuten als Ursache nicht nur bestimmte Risikofaktoren, sondern auch eine genetische Veranlagung.
Bei einer groß angelegten statistischen Analyse stellten Tone Irene Nordtveit und seine Kollegen fest, dass das Risiko für eine Steißgeburt um etwa 120 Prozent erhöht ist, wenn bereits ein Elternteil so zur Welt kam. Daten von 380.000 Mutter-Kind- und Vater-Kind-Paaren aus dem norwegischen Geburtenregister werteten die Forscher aus. Das Ergebnis: Bei Eltern, die „normal“ geboren wurden, drehten sich auch nur 4 Prozent der Kinder nicht in die Kopflage. Dagegen waren es bei Eltern, die selbst in der Beckenendlage zur Welt kamen, 8,5 Prozent. Dies deutet auf eine genetische Veranlagung hin, aber auch gemeinsame familiäre Umweltfaktoren könnten neben anderen bekannten Risikofaktoren eine Rolle spielen. Bei Steißgeburten kann es zu Problemen während der Geburt kommen, sodass häufig zu einem Kaiserschnitt geraten wird.
Quelle: Deutsche Apotheker Zeitung
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Gebrauch von Pestiziden erhöht das Parkinson-Risiko
Vor allem Herbizide und Insektizide sollen das Risiko einer Parkinsonerkrankung sogar verdoppeln können, sofern häufiger Kontakt zu ihnen bestand, so das Ergebnis einer aktuellen Studie an 600 Personen.
Amerikanische Wissenschaftler befragten 319 Parkinsonpatienten nach ihrem Gebrauch von Pestiziden. Ihre Antworten wurden mit denen von über 200 Familienmitgliedern und anderen gesunden Kontrollpersonen verglichen. Dabei fanden sie heraus, dass der Gebrauch von Pestiziden das Risiko für eine Parkinsonerkrankung um das 1,6fache erhöhte. Starker Gebrauch an mehr als 200 Tagen im gesamten Leben verdoppelte das Risiko sogar. Beim Einsatz der Pestizide im privaten Bereich kam es häufiger zum direkten Kontakt als im beruflichen Umfeld.
Bereits in früheren Studien wurde ein Zusammenhang zwischen Pestiziden und der Entstehung von Parkinson vermutet. Der biologische Prozess ist jedoch noch unklar.
„Wir wissen immer noch nicht genau, was die Ursachen für Parkinson sind. Wahrscheinlich ist es eine Kombination aus genetischer Veranlagung und bestimmten Umweltfaktoren“, so der Leiter der Forschungsabteilung der Parkinsons´s Disease Society Kieran Breen.
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Coffein kann das Gehirn schützen
Wissenschaftler gehen davon aus, dass Koffein eine schützende Wirkung auf die Blut-Hirn-Schranke hat, sodass das Eindringen schädlicher Substanzen wie Cholesterin verhindert wird. Daraus könnte ein neuer Ansatzpunkt zur Vorbeugung von Alzheimer entstehen.
Zu dieser Annahme kamen Wissenschaftler um Jonathan Geiger von der Universität von North Dakota aufgrund der Ergebnisse aus Versuchen mit Kaninchen. Sie fütterten den Tieren zwölf Wochen lang sehr fettreiche Nahrung, die deren Cholesterinspiegel ansteigen ließ. Als Folge wären normalerweise Schäden im Gehirn zu beobachten, die jedoch aufgrund der zusätzlichen Gabe von drei Milligramm Koffein täglich – was einer Tasse Kaffee bei einem Menschen entspricht – weit geringer ausfielen als erwartet.
Schon frühere Studien ließen eine positive Wirkung von Koffein bei neurodegenerativen Erkrankungen erkennen. Geiger und Kollegen glauben nun, diesen Effekt genauer erklären zu können: Koffein schützt die Blut-Hirn-Schranke und damit auch das Gehirn vor schädlichen Substanzen aus dem Blut. Einen ersten Ansatzpunkt für eine Therapiemöglichkeit bietet die Tatsache, dass Koffein vor allem Adenosin-Rezeptoren blockiert, die eine wichtige Rolle in der Gehirnchemie spielen.
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