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Donnerstag, 17. März 2011 |
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Rheuma: Kochen leicht gemacht
Designstudent entwickelt spezielles Kochgeschirr
Menschen mit Rheumatoider Arthritis leiden an geschwollenen und steifen Gelenken. Ihre Hände sind dadurch derart unbeweglich, dass sie Töpfe kaum halten können. Aus Koch-Lust wird so schnell Koch-Frust. Nun hat ein Designstudent den „Arthritis-Griff“ erfunden. Damit dürften Betroffene künftig jeden Topf fest im Griff haben.
Von Betroffenen lernen
Die Idee zum Kochgeschirr für Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) hatte der 24-jährige Designer Ching-Hao Hsu. Er hat vor kurzem sein Studium an der australischen Queensland University of Technology abgeschlossen. Seine Abschlussarbeit: der Arthritis-Griff. Dafür hat er zunächst RA-Patienten beim Kochen beobachtet und sie interviewt.
So zeigte sich schnell, mit welchen Problemen Arthritis-Patienten in der Küche kämpfen. Vor allem das Hochheben und Halten der Töpfe fiel ihnen schwer. Insbesondere dann, wenn sie nur einen Griff zum Anpacken hatten – etwa bei Pfannen. Dann versuchten sie meist mit einem Handtuch über dem Unterarm die andere Seite der Pfanne zu greifen. Die Gefahr, dass sie sich dabei verbrennen, ist allerdings groß.
Kochen ohne Brandblasen
Für Hsu war die Aufgabe damit klar: Betroffene müssen den Arthritis-Griff auf den Unterarm ziehen können und der Griff muss hitzestabil sein. Herausgekommen ist ein Silikongestell, das Temperaturen bis 200 Grad Celsius stand hält. Die Nutzer können den Griff einfach um den Unterarm stülpen und an der Hand hinter dem Daumen feststellen. Zudem ist der Griff so gestaltet, dass sich das Gewicht von Töpfen gleichmäßig auf dem gesamten Unterarm verteilt. Auch Pfannen mit nur einem Griff gelangen so sicher vom Herd auf den Tisch. Außen am Griff angebrachte Magnetstreifen bieten eine zusätzliche Stütze.
Den Prototypen des Arthritis-Griffs hat Hsu bereits erfolgreich getestet. Nun möchte er auch noch farbliche Akzente setzen. Sein Plan: die Topf-Tragehilfe in verschiedenen Farben herstellen.
Quelle: apotheken.de - Von: Dr. nat. med. Anke Kopacek; Bild: Queensland University of Technology
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