Gefahr auf der Abfahrtspiste
Untrainierte Skiläufer riskieren Herzinfarkt
Morgens auf der sonnigen Piste, abends mit Herzinfarkt im Krankenhaus: Es ist Skisaison in den Alpen. Viele wagen sich untrainiert an die Abfahrt und überschätzen ihre Leistungsfähigkeit. Erkennen Sie ihre Grenzen nicht, droht ihnen ein plötzlicher Herztod. Wie Untrainierte dieser Gefahr vorbeugen, erklären Experten der Deutschen Angestellten Krankenkasse.
Erst Skigymnastik, dann Piste
Bevor es überhaupt auf die Piste geht, sollte jeder Skiurlauber seinen Körper auf die kommenden Belastungen vorbereiten, am besten mit einer professionellen Skigymnastik. Etliche Sportvereine und Fitnessstudios bieten Kurse dazu an. Worauf es bei solch einem Training ankommt, erklärt Sportwissenschaftler Uwe Dresel: „Es geht in erster Linie darum, die Muskeln auf die hohen Belastungen im Schnee vorzubereiten, also die Kraft, Beweglichkeit und Ausdauer zu verbessern“. Experten empfehlen, mindestens zwei Monate vor dem Winterurlaub mit der Gymnastik zu beginnen. Wer dann ein- bis zweimal die Woche trainiert, erzielt ihrer Meinung nach eine gute Fitness.
Selbstüberschätzung bringt nichts
Die Skigymnastik alleine macht aber noch keinen erfahrenen Ausdauer-Skiläufer. „Wer lange nicht mehr auf der Piste gestanden hat, der sollte sich nicht zu viel zutrauen“, sagt Dresel. Er rät dazu, sich erst langsam einzufahren und dann das Pensum von Tag zu Tag zu steigern. Auch sollte sich jeder genügend Zeit zum Erholen gönnen. Diese ist vor allem dann angebracht, wenn die Knie weich werden – ein deutliches Zeichen dafür, dass die Muskeln müde sind und Ruhe brauchen.
Quelle: apotheken.de - Von: Dr. nat. med. Anke Kopacek; Bild: Bynicola/ Fotolia