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Montag, 10. August 2009

Optimale Kleidung für heiße Tage

Luftige Kleidung schützt vor Hitze

Sonnenhungrige, die bei Hitze in Biergärten und Schwimmbäder strömen, fragen sich zurecht in welchem Kleidungsstück sie dabei am besten vor Sonnenbrand geschützt sind und am wenigstens ins Schwitzen geraten.

Lockere Kleidung gegen Hitzestau

Professor Karl-Heinz Umbach, Direktor der Abteilung Bekleidungsphysiologie an den Hohenstein Instituten in Bönnigheim empfiehlt luftige Sommerkleidung: "Schwitzen im Sommer ist wichtig und normal, denn durch die Verdunstung des Schweißes wird der Körper bei hohen Temperaturen oder großer körperlicher Belastung gekühlt. Bei dieser Thermoregulation können wir unseren Körper durch die richtig gewählte Kleidung unterstützen. Eng anliegende Kleidung provoziert einen Hitzestau auf der Haut, weit geschnittene Kleidung ermöglicht dagegen einen Luftaustausch und unterstützt den Körper bei der Kühlung."

Naturstoffe werden schnell  nass

Naturmaterialien wie Baumwolle, Leinen und Seide sind im Sommer sehr angenehm. Sie haben allerdings den Nachteil, dass sie den Schweiß zwar gut aufsaugen aber nur langsam wieder an die Umgebung abgeben. Baumwolle kann beispielsweise bis zu 30 Prozent ihres eigenen Gewichts an Feuchtigkeit aufnehmen. An einem heißen Tag wird dieses Aufnahmevermögen für Feuchtigkeit oft ausgereizt: Immerhin kann ein Erwachsener bei entsprechender körperlicher Belastung bis zu drei Liter Flüssigkeit ausschwitzen, so dass die Kleidung nass am Körper klebt.

Mischgewebe kann hilfreich sein

Bei extremen Wetterbedingungen unterstützen Textilien aus Chemiefasern oder Mischgewebe die Thermoregulation. Die synthetischen Fasern führen die Feuchtigkeit nach außen hin ab. Nasse Haut wird schnell wieder trocken. Diesen Vorteil macht sich die Sportbekleidungsindustrie schon lange zu Nutze. Am Körper anliegend trägt man synthetische Fasern, auf der nach außen gerichteten Seite des Kleidungsstücks Naturfasern.

Das typische Auskühlen nach körperlicher Aktivität wird verhindert und die Haut wird nicht unnötige durch nasse, klebende Textilien gereizt. Schweißnasse Kleidung verströmt außerdem schnell einen unangenehmen Geruch, wenn Mikroorganismen den eigentlich geruchsneutralen Schweiß zersetzen. Sie vermehren sich im feuchtwarmen Milieu besonders gut. Textilien aus zwei Lagen wirken dem entgegen, weil sie viel Feuchtigkeit aufnehmen und dennoch in kurzer Zeit wieder getrocknet sind.

Stoffe für den Sonnenschutz

Kleidung ist auch der beste Schutz vor der energiereichen UV-Strahlung und damit langfristig vor Hautkrebs. Auch hier gibt es große Unterschiede: ein herkömmliches weißes Baumwoll-Shirt hat nur einen Lichtschutzfaktor (LSF) von etwa 10. Die Aufenthaltsdauer in der Sonne darf damit zehnmal länger sein, als ohne entsprechenden Schutz. Bei ausgewiesenen UV-Schutztextilien sollte der Schutzfaktor nach Einschätzung der Stiftung Warentest aber mindestens 15 betragen - auch wenn das Kleidungsstück durch Dehnung beansprucht oder nass wird. Manche Textilien bringen es auf LSF-Werte von bis zu 80 - damit kann sich auch ein Mensch mit empfindlicher Haut den ganzen Tag im Freien aufhalten.


Quelle: apotheken.de Von: Susanne Kemmer; Bild: 123rf.com
Letzte Aktualisierung ( Montag, 17. August 2009 )
 
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