News
Ersatzkasse warnt: Hautschäden durch Infrarot-Strahlung
Sie machen im Sonnenlicht einen Anteil von über dreißig Prozent aus: Infrarot-Strahlen des Typs A (IR-A). Wissenschaftler des Instituts für umweltmedizinische Forschung (IUF) haben herausgefunden, dass diese bisher als harmlos eingeschätzten Strahlen
die Hautzellen schädigen und die Hautalterung beschleunigen können. Darüber hinaus machen die Wissenschaftler IR-A-Strahlung mitverantwortlich für die Entstehung von Hautkrebs. Die KEH-Gesundheitsexperten empfehlen daher für die kommende Sonnensaison die Verwendung eines Sonnenschutzmittels aus der Apotheke mit IR-A-Schutzkomplex.
Quelle: Apotheker Zeitung
Verbraucherverbände: Kritik an EU-Spielzeugrichtlinie
Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und der TÜV warnen vor einer Zunahme gefährlicher Spielzeuge, sollten die Vorschläge der EU-Kommission zur Überarbeitung der Spielzeugrichtlinie umgesetzt werden. Anlass der Befürchtungen sind die Pläne der Kommission zur ersatzlosen Abschaffung des GS-Zeichens für Spielzeug und den völligen Verzicht auf obligatorische Prüfungen durch neutrale Dritte. Nicht weniger, sondern mehr Skandale wären die Folge. Der Entwurf führt den von Industriekommissar Verheugen ausgelobten Anspruch ad absurdum. Dieser hatte gesagt: „Wenn es um die Gesundheit der Kinder geht, darf es keine Kompromisse geben. Punkt."
„Grenzwerte und Verbote würden ins Leere laufen, wenn gleichzeitig die Kontrolle durch Dritte beerdigt würde“, kritisierte Gerd Billen, Vorstand Verbraucherzentrale Bundesverband. Die CE-Kennzeichnung sei nichts weiter als eine Selbstauskunft der Anbieter und wiege die Verbraucher in einer Scheinsicherheit. Die Skandale des vergangenen Jahres hätten eindrucksvoll belegt, dass es keinen Mangel an Vorschriften, sondern einen Mangel an Kontrollen gibt. Die aktuellen Vorschläge der EU-Kommission zur Spielzeugrichtlinie ließen befürchten, dass das bewährte GS-Zeichen nun doch durch die Hintertür für alle Produktgruppen abgeschafft werden soll. VdTÜV und Verbraucherzentrale setzen nun im weiteren Verfahren auf die Bundesregierung und das Europaparlament, um das Ansinnen der Kommission zu kippen.
Quelle: Redaktion apotheken.de
Betriebe: Prävention für die Gesundheit
Arbeitgeber sollten sich mit einem niedrigen Krankenstand nicht zufrieden geben. Darauf deuten Ergebnisse des IGA-Barometers 2007 hin, einer repräsentativen Telefonbefragung der Initiative Gesundheit und Arbeit (IGA) unter 2.000 Beschäftigten. Danach machen Fehlzeiten nur einen Teil der krankheitsbedingten Produktivitätsverluste aus. Denn viele Arbeitnehmer gehen auch dann zur Arbeit, wenn sie krank sind, sehen sich aber in ihrer Leistung eingeschränkt. Ein niedriger Krankenstand könne Unternehmen daher in falscher Sicherheit wiegen, so Präventionsexperten der gesetzlichen Kranken- und Unfallversicherung. Sie empfehlen, die Prävention und betriebliche Gesundheitsförderung auch bei geringen Fehlzeiten auszubauen.
Quelle: Redaktion apotheken.de
Medizin
Bei jedem Zähneputzen: Zunge reinigen
Auf der Zunge tummeln sich rund zwei Drittel aller Mikroorganismen, die unsere Mundhöhle bevölkern. Darunter befinden sich auch solche, die Karies hervorrufen und Parodontitis verursachen. Von der Zungenoberfläche können Bakterien auf die Zähne übertragen werden und so zum Zahnbelag beitragen, der möglicherweise zuvor durch die üblichen Mundhygienemaßnahmen entfernt wurde. Die Zunge sollte aus diesen Gründen zwei bis dreimal täglich ebenso selbstverständlich gereinigt werden wie Zähne und Zahnfleisch. Zur mechanischen Säuberung der Oberfläche eignen sich handelsübliche spezielle Zungenbürsten, -schaber oder eine Kombination aus beidem.
Quelle: Apotheker Zeitung
Lungenkrank: 3 Millionen Deutsche in Behandlung
In Deutschland werden etwa drei Millionen Patienten wegen chronischer Lungenerkrankungen mit Arzneimitteln behandelt, so das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut. (DAPI). In den ersten drei Quartalen 2007 wurden mehr als 2,6 Millionen Menschen Medikamente zur Inhalation gegen chronisch-obstruktive Lungenerkrankungen wie Asthma und COPD zu Lasten der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) verordnet. Ausgewertet wurden die Rezeptdaten der 70 Millionen gesetzlich Versicherten. Apotheker Prof. Dr. Martin Schulz, pharmazeutischer Geschäftsführer des DAPI: „Jeder Asthmatiker profitiert von einer Beratung in der Apotheke, unabhängig vom verwendeten Asthmamedikament.“
Quelle: Redaktion apotheken.de
Krankentage: Häufig schmerzt der Rücken
Mit 24 Prozent entfallen laut einer Analyse der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) die meisten Krankentage auf Rückenleiden. Nach den Infekten der Atemwege stehen diese Erkrankungen bei der Arbeitsunfähigkeit auf Platz zwei der häufigsten Diagnosen. „Die KKH-Daten spiegeln den bundesweiten Trend wider“, so der KKH-Vorstandsvorsitzende Ingo Kailuweit. Dies bestätigen auch die Daten des KKH-Weißbuches „Beweglich?“, das Wissenschaftler zusammen mit Praktikern aus ganz Deutschland unter Federführung der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) erstellt haben. Danach wurde allein im Jahr 2005 bei knapp 1,5 Millionen Versicherten die Diagnose Rückenschmerzen gestellt.
Rückenerkrankungen sind laut KKH-Analyse in den neuen Ländern häufiger. Am stärksten unter Rückenschmerzen leiden Bürokräfte, Warenkaufleute und Arbeitslose. Die Krankheiten des Rückens und der Wirbelsäule sind mit hohen Kosten verbunden. Fast elf Prozent der krankheitsbezogenen Ausgaben entfallen bei der KKH auf diese Krankheitsbilder. Aber nicht nur die gesetzlichen Krankenkassen werden durch die Folgen von Rückenerkrankungen belastet. Mit einem Anteil von 30 Prozent waren 2005 Krankheiten des Rückens die häufigste Ursache für Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung zur medizinischen Rehabilitation. Zudem verursachen Rückenkrankheiten für die Wirtschaft hohe Kosten. Der dadurch bedingte Produktionskostenausfall schlägt jährlich mit knapp 9 Milliarden Euro zu Buche.
Quelle: Redaktion apotheken.de
Gesundes Leben
Krankes Herz: Skilaufen langsam angehen
Wintersport auf Skiern muss für Menschen mit koronarer Herzkrankheit – selbst nach einem Herzinfarkt – kein Tabu sein. Allerdings sollten der Arzt zuvor „grünes Licht“ geben, wie die Deutsche Herzstiftung mitteilt. Patienten mit verengten Herzkranzgefäßen hilft körperliche Bewegung, einem Fortschreiten ihrer Krankheit entgegenzuwirken. Die Skifreunde unter ihnen dürfen dabei allerdings nicht zu hoch hinaus, da die Luft in den Bergen dünner und kälter wird und dies bei Anstrengung einen Angina Pectoris-Anfalls auslösen kann. Als problemlos gelten Mittelgebirgslagen von 1000 bis 1500 Metern, wenn zwei bis drei Tage Anpassungszeit mit Spaziergängen einkalkuliert werden. Die maximale Höhe liegt bei etwa 2500 Metern bei maximal minus fünf Grad.
Prinzipiell eignet sich Skilanglauf als Ausdauersportart, die eine Vielzahl von Muskeln und Gelenken gleichmäßig beansprucht, für Patienten mit koronarer Herzkrankheit besser als Ski alpin. „Abfahrtslauf ist für Könner zwar weniger anstrengend als Langlauf, hat aber den großen Nachteil, dass auf schwierigen Abfahrten plötzlich hohe Belastungen auftreten können, was für Herzkranke sehr ungünstig ist“, so Dr. Frank Sonntag vom Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung. Der Experte rät, das Skilaufen generell langsam anzugehen, sich vorher aufzuwärmen und steile Hänge zu meiden. Auch für den Langlauf gilt dabei, dass man als Herzpatient die Bewegung auf den Skiern technisch möglichst gut beherrschen sollte, um Stress-Situationen und Überanspruchungen zu vermeiden.
Quelle: Redaktion apotheken.de
TK: Bewegung in die Schulen bringen
Neun von zehn Kindern, die keinen Sport treiben, sind laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) auch als Erwachsene schwer zu bewegen. So verursacht Bewegungsmangel folglich viele gesundheitliche Beschwerden, allen voran Rückenschmerzen, die fast zehn Prozent aller Krankschreibungen ausmachen. Damit es künftig gar nicht erst soweit kommt, bringt die TK mit verschiedenen Angeboten Bewegung in den Schulalltag. Neben dem Förderangebot „Gesunde Schule“ bietet die TK unter anderem das Unterrichtspaket „Fit zum Lernen“ an, das Lehrkräfte kostenlos anfordern können. Es enthält Anregungen für bewegten Unterricht, mit viel Körpereinsatz lernen Kinder zum Beispiel geometrische Figuren und physikalische Gesetze.
Quelle: Redaktion apotheken.de
Ernährung
Entenbrust rosa: Delikatesse mit Risiko
Campylobacter-Infektionen beim Menschen werden häufig durch Geflügelfleisch verursacht, unter anderem auch durch Entenbrust. Campylobacter-Bakterien sind hitzeempfindlich und sterben ab, wenn das Fleisch bei der Zubereitung durchgegart wird. Da Entenbrust nach traditionellen Rezepten häufig nicht vollständig durchgegart wird („Entenbrust rosa“), können durch den Verzehr unangenehme Magen-Darm-Erkrankungen auftreten, die durch Campylobacter-Bakterien hervorgerufen werden. Vollständig ausgeschlossen ist dieses Risiko erst, wenn die Kerntemperatur des Fleisches bei der Zubereitung auf dem Herd oder im Ofen mehr als zehn Minuten lang 74 Grad oder höher ist.
Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), weist darauf hin, dass diese Regel auch für andere Keime gilt, die in Fleisch vorkommen: „Alle gängigen Krankheitserreger in Lebensmitteln, sowohl Bakterien wie Salmonellen, Listerien und Campylobacter als auch Noro- und Hepatitisviren, werden durch ausreichendes Erhitzen abgetötet.“ Campylobacter sind neben Salmonellen die häufigsten Erreger von lebensmittelbedingten Magen-Darm-Erkrankungen beim Menschen. Sie lösen mitunter schwere Durchfälle mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen aus. Die Symptome klingen üblicherweise nach einigen Tagen wieder ab. Es sind aber auch Einzelfälle mit schwerem Verlauf beschrieben, vor allem bei Patienten mit geschwächtem Immunsystem.
Quelle: Redaktion apotheken.de
Arzneimittel
Gebärmutterhalskrebs: Erhöhte Nachfrage nach Impfung
Immer mehr Mädchen und Frauen werden auf ärztliche Anordnung gegen Gebärmutterhalskrebs geimpft. Mit 70.500 Packungen verdoppelte sich im Oktober 2007 die Menge an HPV-Impfstoffen gegenüber September 2007, die junge Patientinnen auf Rezept in den Apotheken erhielten. Das berechnete das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut (DAPI), eine Forschungseinrichtung der deutschen Apothekerschaft in Eschborn. Insgesamt haben die Apotheken von Januar bis Oktober 2007 fast 190.000 Impfstoffpackungen gegen HPV (Humane Papilloma-Viren) für junge Patientinnen abgegeben. Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen in den ersten zehn Monaten des Jahres 2007 betrugen dafür rund 80 Mio. Euro.
Quelle: Apotheker Zeitung
Forschung
Forscher: Licht stört den Schlaf
Licht ist ebenso wie Lärm ein eindeutiger Störfaktor für den Schlaf. Denn es unterdrückt die Ausschüttung des Nachthormons Melatonin, das uns abends auf Ruhe einstimmt. Wie das „HausArzt-PatientenMagazin“ berichtet, beeinflusst Licht aber nicht nur körperliche Reaktionen, sondern wirkt auch auf die Psyche. Das sei der Grund, warum selbst schwaches Licht jemanden um die kostbare Nachtruhe bringen könne, berichtet Professor Dr. Jürgen Zulley, Leiter des Schlafmedizinischen Zentrums am Universitäts- und Bezirksklinikum Regensburg. Sei es eine Straßenlampe, die Zeitanzeige am Radiowecker oder der Vollmond: „Solche punktuellen hellen Flecken lösen ein Bedürfnis aus, sie eingehend zu betrachten - und das lenkt vom Schlaf ab“, verdeutlicht Zulley.
Quelle: Redaktion apotheken.de
Apothekenreport
Apotheker: Strikter Umgang mit „Trend-Droge“
In den Medien gehen in Zusammenhang mit dem Arzneimittel Tilidin gerade Begriffe wie „Amok-Droge“ oder „Trend-Droge“ um. Zeitungen und Fernsehsender berichten über Jugendliche, die unter Einwirkung des Schmerzmittels Verbrechen begehen. Hamburger Apotheker fordern daher einen strikteren Umgang mit dem Medikament. Tilidin gehöre genauso wie Morphin zu den Opiaten. „Auch von dieser rezeptpflichtigen Substanz geht ein Suchtpotenzial aus. Das Medikament lindert nicht nur Schmerzen. Es kann auch belebend wirken und zu Stimmungsveränderungen, Schwindel, Benommenheit sowie Krämpfen führen“, warnt Jörn Graue vom Hamburger Apothekerverein. Zudem beeinträchtige das Arzneimittel die Fahrtüchtigkeit.
Das stark wirksame Schmerzmittel wird beispielsweise bei Rheumatikern oder Krebspatienten eingesetzt. „Gefälschte Tilidin-Verschreibungen machen einen Großteil der Rezeptfälschungen in Hamburg aus“, betont der Präsident der Apothekerkammer Hamburg, Rainer Töbing. Die Apotheker seien jedoch für den Umgang mit gefälschten Rezepten sensibilisiert. „In der Vergangenheit haben wir bei den Apotheken umfassende Aufklärungs- und Informationsarbeit geleistet“, so Töbing. Außerdem werde in diesem Bereich eng mit der Hamburger Polizei zusammen gearbeitet. Töbing: „Werden gefälschte Rezepte erkannt, werden diese an die Polizei weitergeleitet und dort ausgewertet. Bei Hinweisen auf Serientäter gibt die Apothekerkammer wiederum entsprechende Warnhinweise an die Apotheken.“
Quelle: Deutsche Apotheker Zeitung
Gesundheitsreform
Zahnärzte: Gesundheitskarte nicht regional einführen
„Wenn die elektronische Gesundheitskarte nicht gleichzeitig bundesweit eingeführt wird, werden wir massive Probleme mit der Datenübernahme in den Praxen bekommen. Eine häppchenweise Einführung der Karte wäre wider jede Vernunft“, kritisierte Günther Buchholz, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV). Er bezog sich auf Feldtests, in denen Patienten häufig ihre Karten verwechselten oder ihre bisherige Krankenversichertenkarte entgegen aller Hinweise vorschnell vernichteten, nachdem sie die Gesundheitskarte bekommen hatten. Das Bundesgesundheitsministerium überlegt, die Gesundheitskarte zunächst nur in Sachsen auszugeben und sie dann sukzessive in den anderen Bundesländern einzuführen.
Quelle: Deutsche Apotheker Zeitung
Kösters: „Kein Vergütungs-Dumping im Krankenhaus“
Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Dr. Rudolf Kösters, hat die Politik aufgefordert, Pläne zu einem Rabattwettbewerb im Krankenhausbereich nicht weiter zu verfolgen. „Ein zwangsläufiges Vergütungs-Dumping - wie bei den Arzneimittelrabattverträgen - würde den Kernbereich der Gesundheitsversorgung folgenschwer aushöhlen. Daran kann und darf niemand ein Interesse haben“, machte Kösters deutlich. Gleichzeitig begrüßte der DKG-Präsident das von den Bundesländern beschlossene Konzept für die Weiterentwicklung der Krankenhausfinanzierung: „Nur gleiche Preise für gleiche Leistungen und damit für alle klare und transparente Vergütungsregelungen stellen die Krankenhausversorgung auch in der Fläche nachhaltig sicher.“
Quelle: Apotheker Zeitung
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