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Montag, 08. März 2010

Sodbrennen richtig behandeln

Dauerhafte Selbstbehandlung schadet oft

Völlegefühl und Sodbrennen mit saurem Aufstoßen werden oft mit einem Überschuss an Magensäure in Verbindung gebracht. Viele Patienten nehmen deshalb einfach säureneutralisierende Mittel und tun sich damit keinen Gefallen. Denn die Ursachen für solche Symptome sind zahlreich, nicht immer ist zu viel Magensäure das Problem. Darauf weist der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) in Wiesbaden hin.

Glücklichkeitsskala von eins bis fünf

Magenschmerzen, saures Aufstoßen und ein brennendes Gefühl in der Brust können genauso durch Rückfluss von Verdauungsenzymen oder Gallenflüssigkeit entstehen. Auch das Gegenteil vom meist angenommenen Magensäureüberschuss, nämlich verminderte Säureproduktion, kommt als Ursache in Frage. Bei bakteriellen Infektionen, etwa durch die Bakterien Helicobacter pylori, entzündet sich die Magenschleimhaut. Es kommt zu einem Mangel an Magensäure und die bekannten Beschwerden sind die Folge. Deshalb ist es ratsam, bei Sodbrennen und Magenschmerzen die Ursache durch einen Arzt klären zu lassen. Nur so werden die Patienten gezielt und richtig behandelt. Gegen eine Bakterieninfektion etwa gibt es wirksame Medikamente, die die Magenschleimhaut in Ordnung bringen.
Auch bei bestimmten Erkrankungen wird nicht genug Magensäure produziert. Gehäuft betroffen sind davon Patienten mit Gelenkbeschwerden, veränderten Blutzuckerwerten, Asthma und Ekzemen sowie Raucher.

Folgeprobleme durch Magensäuremangel

„Bei andauernden Symptomen wie Magenschmerzen oder Sodbrennen hat es keinen Sinn, ohne Klärung der Ursache säureneutralisierende Medikamente einzunehmen“, sagt Prof. Richard Raedsch vom BDI. Im Gegenteil, solche Medikamente drohen einen Mangel an Magensäure noch zu verstärken oder herbeizuführen. Dadurch kann der Körper die Nahrung nicht mehr richtig verdauen. „Der Darm hat Schwierigkeiten bei der Aufnahme des unvollständig vorbereiteten Nahrungsbreies, so dass es auch zu Störungen der Darmfunktion kommt“, erklärt Raedsch. Auch schützt die Magensäure vor Krankheitserregern. Bei zu wenig Magensäure überleben sie die Passage durch den Magen und verursachen im Darm Beschwerden. Die richtigen Medikamente für die jeweiligen Ursachen verhindern solche Komplikationen.

Quelle: Apotheken.de - Von: Stefanie Grutsch; Bild: iStockphoto



 
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