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Montag, 25. Oktober 2010

Bluthochdruck: neue Behandlungstechnik

Katheter-Therapie senkt Blutdruck dauerhaft

Patienten mit chronischem Bluthochdruck sind auf die regelmäßige Einnahme von blutdrucksenkenden Mitteln angewiesen. Bei manchen von ihnen versagen diese Medikamente jedoch. Sie können nun von einer neuen Behandlung profitieren: der Katheter-Therapie.

Blutdruckmittel wirken nicht immer

Etwa 40 Prozent aller Erwachsenen leidet an Bluthochdruck, viele ahnen nicht einmal etwas davon. Hält ein hoher Blutdruck lange an, belastet er das Herz und die Gefäße. Unbehandelt drohen etwa Arteriosklerose, Schlaganfall oder Herzinfarkt. Bluthochdruck-Patienten bekommen in der Regel blutdrucksenkende Mittel wie Betablocker oder ACE-Hemmer verschrieben. Diese senken den Blutdruck effizient, haben aber den Nachteil, dass sie dauerhaft eingenommen werden müssen und bei rund fünf Prozent der Patienten nicht wirken. Selbst eine Behandlung mit einer Kombination aus verschiedenen Wirkstoffen erzielt oft keinen Erfolg.

Angriffspunkt Ursache

Helfen kann diesen therapieresistenten Patienten nun die am Herzzentrum Heidelberg etablierte Katheter-Therapie. Bei dieser Behandlung führen Ärzte einen Katheter in die Niere ein mit dem Ziel, Nervenfasern in den Blutgefäßen durch Hitze zu veröden und so die Bildung blutdrucksteigernder Hormone wie Renin oder Angiotensin zu verhindern. In der Folge sinkt der Blutdruck dauerhaft, ohne schwere Nebenwirkungen hervorzurufen. Nach Angaben der Ärzte verursacht die Behandlung weder bleibende Schäden an der Nierenarterie noch beeinträchtigt sie die Funktion der Niere. Ein weiterer Vorteil: Eine langfristige Einnahme von Blutdrucksenkern bleibt den Patienten erspart.

Weltweit profitierten bereits 200 Patienten von dieser Methode. Die Heidelberger Mediziner behandelten seit Einführung der Katheter-Therapie am Herzzentrum vier Patienten erfolgreich. Im nächsten Jahr sollen weitere 50 Patienten mit der neuen Technik behandelt werden.

Quelle: apotheken.de -
Von: Dr. nat. med. Anke Kopacek; Bild: Studio 77-28/ Fotolia
 
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